Verschobenes „Lettisch-deutsches Digitaltreffen“ in der lettischen Botschaft

Es sollte nicht sein…  Die angemeldeten IMW-Mitglieder (https://www.imw-ev.de/) inklusive aller Verantwortlichen freuten sich auf einen informativen Abend in der lettischen Botschaft. Mit aktuellen länderübergreifenden Themen wollen wir gemeinsam mit IMW-Mitgliedsbetrieben andere  UnternehmerInnen befähigen, Signale aufzunehmen und möglicherweise im eigenen Betrieb umzusetzen. Einer der erkenntnisreichen IMW-Netzwerkabende sollte es werden, der Firmenlenker von kleineren und mittleren Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen ins Gespräch bringt und den persönlichen Austausch, abseits von Videokonferenzen, befördert.

„Digitaler Power-Booster für Ihren Betrieb – Erfolgreiche Praxisbeispiele aus Deutschland und Lettland“ – unter dieser Überschrift hatte die IMW das exklusive deutsch-lettische Netzwerk-Event schon vor Wochen angekündigt, das kurz darauf ausgebucht war. Kein Wunder, denn der Blick in Richtung Lettland, einem der europäischen Digitalisierungs-Vorreiter und freundschaftlich verbundenen Handelspartner Deutschlands, ist für deutsche Unternehmen überaus aufschlussreich. Nicht erst seit Ausbruch der Pandemie greifen erfreulicherweise auch immer mehr IMW-Mitgliedsunternehmen neue Digitalisierungsstrategien auf und prüfen deren Anwendbarkeit für ihre Firma. Der Vergleich der lettischen und deutschen Gegebenheiten sollte verdeutlichen, wo hierzulande dringender Aufholbedarf besteht, aber auch die jeweiligen Stärken der Partnerländer aufzeigen. Experten waren geladen und digitale Leuchtturmprojekte von mittelständischen Unternehmen sollten vorgestellt werden.

So war es geplant, doch dann erzwang Corona das Innehalten. Bedauerlich, aber die Pandemie mahnt, sich verantwortungsbewusst zu verhalten und Vorbild für andere zu sein.

Gemeinsam fassten Botschaftsrat Helmuts Salnājs, seines Zeichens zugleich Leiter der Deutschlandvertretung der lettischen Wirtschaftsförderungsagentur LIAA, und IMW Vorstand Susan Friedrich deshalb schweren Herzens den Entschluss, die Veranstaltung zu verschieben. Frau Friedrich bedauerte den Schritt sehr, hielt ihn aber für unausweichlich: „Die steigenden Infektionszahlen müssen uns alarmieren. Wir alle stehen in Verantwortung, das heimtückische Virus einzudämmen. Selbstverständlich wird die Veranstaltung so bald als möglich nachgeholt. Die Aktualität des Themas bleibt.“

Unabhängig davon gilt es darauf hinzuweisen, dass nicht nur die Digitalisierung den Blick nach Lettland so spannend macht. So zählt neben der Elektrotechnik und dem Maschinenbau insbesondere auch die Holzindustrie zur Gruppe starker lettischer Wirtschaftszweige. Eine Tatsache, die bei den zahlreichen IMW-Mitgliedern, die in den Bereichen Metall- und Holzverarbeitung unternehmerisch tätig sind, zusätzliches Interesse für die verschobene Veranstaltung wachrufen dürfte.

Übrigens, am 25. November findet das Maschinenbau- und Metallverarbeitungsforum in Lettland statt. Diesmal nur online, aber alle Interessierten aus Deutschland haben trotzdem die Möglichkeit, auf diesem Weg neue Zulieferer zu finden. Mehr dazu erfahren Sie auf der Website mechanical.liaa.gov.lv