Lettland ist Mitorganisator des größten Coronavirus-Hackathons

Der weltweit größte Online-Hackathon* fand dieses Jahr zwischen dem 9. und 12. April statt. Organisiert wurde er mit Hilfe der baltischen Staaten, darunter auch Lettland.

Insgesamt nahmen daran fast 12.000 Personen aus 100 Ländern teil und schlossen sich beim „Global Hack“ zu 507 Teams zusammen. Ziel des Events war die Entwicklung innovativer Lösungsansätze, die die aktuelle, durch das Coronavirus verursachte Krise und deren Folgen abmildern können.

Die Online-Veranstaltung wurde von lettischen Kreativen mitorganisiert, die unterstützt von der Swedbank die Teilnehmer in den Kategorien Wirtschaft und Umwelt aktiv begleiteten.

Insgesamt wurden 1.032 Ideen zur Lösung der Herausforderungen in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheitswesen, Umwelt und anderen Branchen angeboten. Innerhalb von 48 Stunden mussten die Teilnehmer drei Kontrollstationen absolvieren, die von Mentoren begleitet wurden. Die 507 Teams meisterten alle Kontrollpunkte erfolgreich. 110 Ideen und Lösungen kamen zunächst weiter, 30 davon schafften es ins Finale. Mehr als 800 Teilnehmer waren unter lettischer Leitung in den Kategorien Wirtschaft und Umwelt dabei.

Eine internationale Jury vergab den mit 15.000 Euro dotierten ersten Platz an das Team von Suncrafter aus der Kategorie „Umwelt“, das mit einer Desinfektionsstation gewann, die eine ganzheitliche Lösung für eine Hygienemethode als weltweiten Standard bietet. Die Station ermöglicht einen einfachen, erschwinglichen und barrierefreien Zugang zur Händedesinfektion und trägt laut Aussage der Organisatoren dazu bei, die Verbreitung von Viren zu reduzieren. Eine derart hohe Effizienz wird durch die Kopplung von UV-Lampen mit hoch getakteten Solargeneratoren erreicht, die es wiederum ermöglichen, die Station genau dorthin zu transportieren, wo sie benötigt wird.

Den zweiten Platz (10 000 Euro) belegte das Team „Act on Crisis“ im Bereich „psychische Gesundheit“ mit einer Online-Plattform, die qualitativ hochwertige psychologische Unterstützung anbietet, die auf die kulturellen Besonderheiten der Hilfesuchenden zugeschnitten ist.

Der dritte Platz mit nochmals 15.000 Euro wurde zu Gunsten der Weiterentwicklung ihres Umwelt-Projekts an das Team „Material Mapper“ vergeben. Das norwegische Team nahm mit einem KI-Marktforschungsinstrument zur Validierung von Problemaussagen teil.

Mehr Informationen zum Event und allen Teams gibt es unter theglobalhack.com.

*Ein Hackathon (Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“) ist ein kollaboratives Soft- und Hardwareentwicklungsevent.