Lettische Wissenschaftler entwickeln bessere Batterien

Ende Januar berichtet die lettische TV-Nachrichtensendung „Rīta Panorāma“, dass Wissenschaftler des Instituts für Festkörperphysik der Universität von Lettland unter der Leitung von Roberts Eglītis eine viel leistungsstärkere Batterie entwickelt haben, ohne die Produktionskosten zu erhöhen.

Dies sei eine der größten wissenschaftlichen Errungenschaften des vergangenen Jahres in Lettland, die ermöglichen könnte, dass Telefone länger arbeiten und Elektroautos weiter fahren.

Der Nobelpreis für Chemie wurde im letzten Jahr an John Goodenough, M. Stanley Whittingham und Akira Yoshino für die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien verliehen. „Diese Batterien sind 4-Volt-Batterien und heutzutage auf dem Markt. Batterien sind derzeit ein 250-Milliarden-Dollar-Markt im Jahr. Sie gibt es überall: in Uhren, Laptops, Elektroautos“, sagt Eglītis.

Roberts Eglītis neue Batterie ist leistungsstärker als die derzeit auf dem Markt erhältlichen. Der Wissenschaftler brauchte 20 Jahre, um diese Batterie zu entwickeln, und forschte unter anderem an Universitäten in Singapur, den USA, China und Deutschland.

„Wir sind die ersten weltweit, die die Möglichkeit sehen, eine neue 5-Volt-Batterie unter Nutzung eines neuen 5-Volt-Kathodenmaterials – Li2CoMn3O8 – herzustellen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieses neuen Materials sind enorm“, ergänzt Eglītis.

Die lettischen Wissenschaftler haben in der Theorie bewiesen, dass es tatsächlich möglich ist, Batterien herzustellen, die bis zu 20 % mehr Energie speichern können, ohne die Produktionskosten zu erhöhen. Mehrere angesehene Fachzeitschriften haben die Forschungsergebnisse bereits veröffentlicht.

„Solche herausragenden theoretischen Arbeiten sind sehr wichtig, damit wir neue Projekte starten und von der Theorie zur Technologieentwicklung übergehen können, um Materialien zu erzeugen und diese weiter zu testen“, sagt der Wissenschaftler Juris Purāns von der Lettischen Akademie der Wissenschaften.