Die LIAA blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2020

Die Investitions- und Wirtschaftsförderungsagentur Lettland (LIAA) unterstützte im vergangenen Jahr die Umsetzung von 51 Investitionsprojekten im Wert von 252,4 Millionen Euro. Dadurch wurden insgesamt 2.893 neue Arbeitsplätze geschaffen, wie die größte lettische Nachrichtenagentur LETA kürzlich mitteilte. Es ist die höchste generierte Investitionssumme innerhalb der vergangenen sieben Jahre. Schwerpunktmäßig wurde sie im Bereich „technologische Entwicklung und Innovation“ eingesetzt.

„Die Pandemie und die Restriktionen brachten eine Menge abrupter Veränderungen im Geschäftsumfeld mit sich, an die wir uns anpassen mussten“, sagt LIAA-Direktor Kaspars Rožkalns. „Dank der Unterstützung des Wirtschaftsministeriums und in enger Zusammenarbeit mit den Geschäftsleuten ist uns das weitgehend gelungen.“

Die lettische Wirtschaft erwies sich im Jahr 2020 als sehr widerstandsfähig und trotz der Corona-Krise konnten mehrere Branchen ein Wachstum verzeichnen. Die Gesamtsumme der Warenexporte in den ersten elf Monaten des Jahres 2020 übertraf das Niveau von 2019 um 80 Millionen Euro. „Auch in Bezug auf Investitionen generell war 2020 ein erfolgreiches Jahr“, so Rožkalns.

2020 wurden allein mehrere Dienstleistungszentren in Lettland gegründet, zum Beispiel von Norwegian Air und Swisscom, wodurch mehrere hundert gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen werden. In der Dienstleistungsbranche schufen die deutschen IT-Entwickler Prime Force und QSC AG in Lettland über hundert Arbeitsplätze. In der Produktion hat die in Daugavpils ansässige SMD Baltic aus Belarus den ersten Investitionszyklus abgeschlossen und plant den nächsten Zyklus im Wert von mehreren Millionen Euro.

Auch 17 andere belarussische Unternehmen haben sich entschieden, bis 2020 nach Lettland zu ziehen. Laut Planung sind damit weitere tausend neue Arbeitsplätze in Riga und Daugavpils verbunden.

Die LIAA-Strategie sieht für die Jahre 2021-2023 Investitionen von mindestens 480 Millionen Euro vor, mindestens 4.500 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Allerdings weist die LIAA darauf hin, dass als Folge der Pandemie die Umsetzung einiger Investitionsprojekte länger dauern und sich die Investitionsstruktur ändern könnte.