Die lettische Oper VALENTINA in Berlin (18.05.2015)

Es ist eines der Höhepunkte der lettischen EU-Ratspräsidentschaft in Deutschland – Aufführung der Oper Valentina am 19. Mai in der Deutschen Oper in Berlin.

Das Gastspiel der Lettischen Nationaloper steht unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundesministers des Auswärtigen Dr. Frank-Walter Steinmeier, und des Außenministers der Republik Lettland Edgars Rinkēvičs.

Die Oper wurde von dem Schicksal der 1922 in Riga geborenen lettisch – jüdischen Filmwissenschaftlerin Dr. Valentina Freimane während der tragischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts inspiriert und basiert auf dem von ihr selbst verfassten Erinnerungsbuch Adieu, Atlantis.

VALENTINA, die erste Oper des international bekannten lettischen Komponisten Arturs Maskats, schlägt ein dramatisches Kapitel der Geschichte Lettlands auf: Die Zeit zwischen den Jahren 1939 und 1944 war nicht nur für die politische Zukunft und Kultur des Landes, sondern auch für das Zusammenleben der verschiedenen Ethnien Lettlands von entscheidender Bedeutung. Valentina Freimane verbrachte ihre Kindheit in Riga und Berlin, wo ihr Vater als Anwalt für die UFA-Studios arbeitete und ihre Mutter zu den tonangebenden Personen der Gesellschaft gehörte und in engstem Kontakt mit den Filmgrößen der damaligen Zeit stand. Nach Riga zurückgekehrt, fiel die Familie mit dem Beginn der nationalsozialistischen Besatzung zum Opfer des Holocaust: Während Valentina Freimanes Eltern und ihr Ehemann ermordet wurden, überlebte sie selbst den Krieg dank Mut und Selbstlosigkeit ihrer Verstecker.

Heute lebt und arbeitet Dr. Freimane in Berlin und Riga. Der 1957 geborene Arturs Maskats sagt über die Titelheldin: „Die Lebensgeschichte von Valentina Freimane ist unauflöslich mit der Geschichte Lettlands und Europas verknüpft und eröffnet eine panoramische Perspektive auf diese Ära in ihrer ganzen Farbigkeit und ihren Gegensätzen. Dennoch ist VALENTINA mehr als ein politisches Stück: Durch alle Ereignisse scheint die Geschichte tiefster Gefühle und einer großen Liebe.“

In lettischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Die Oper ist im Rahmen des Programmes Riga als Kulturhauptstadt Europas entstanden.

Die Karten sind auf Webseite der Deutschen Oper Berlin erhältlich.